Grüne: Stadt soll Bürger beim Kauf von Lastenrädern unterstützen

Anfang des 20. Jahrhunderts wurden sie vom Auto verdrängt, heute sind sie wieder voll im Trend: Lastenfahrräder. Finanzielle Anreize sollen jetzt auch die Ahauserinnen und Ahauser zum Umsatteln motivieren. Das fordern die Grüne in einem Antrag an den Rat der Stadt.  Jeder mit dem Rad statt mit dem Auto zurückgelegter Kilometer sorgt für etwas weniger Abgase. „Lastenräder sind eine echte Alternative, um Ausflüge mit der Familie zu machen, Waren auszuliefern oder umweltfreundlich den Wochenendeinkauf zu erledigen. Sie fördern die Gesundheit, entlasten uns vom motorisierten Straßenverkehr und machen zu alledem auch noch Spaß“, sagt Dietmar Eisele, Vorsitzender der Ahauser Grünen. „Wir sehen Lastenräder beispielsweise schon lange bei der Deutschen Post – warum nicht auch in anderen Bereichen?“

„Es geht uns darum, Anreize zu schaffen, um den Anteil des innerörtlichen Individualverkehrs zu senken, denn mehr als die Hälfte der Fahrten sind innerörtlich“, sagt Klaus Löhring, Fraktionsvorsitzender der Grünen im Stadtrat. „Die vor uns liegenden Aufgaben des Klimaschutzes sind die Herausforderungen der kommenden Jahre und bedürfen auch in unserer Stadt ein konsequentes Umdenken. Ahaus ist eine Fahrradstadt und somit hat der Radverkehr in Ahaus nicht nur eine besondere Bedeutung, sondern ist auch ein wesentlicher Teil des täglichen Verkehrsaufkommens.“ In der Stadt Bocholt wird eine solche Förderung von Lastenrädern bereits seit längerem sehr erfolgreich angeboten.

„Mit der überaus erfolgreichen Teilnahme unserer Stadt am überregionalen Stadtradeln, den vielen Berufstätigen und Schülern, die ihre Wegstrecke mit dem Fahrrad absolvieren und einer beabsichtigten Verbesserung von Abstellmöglichkeiten haben wir gute Voraussetzungen die Akzeptanz in der Bevölkerung weiter zu steigern,“ ergänzt Dietmar Eisele. Die Grünen schlagen daher vor, dass die Stadt zukünftig den Kauf werksneuer Lastenräder und Lastenanhänger beim örtlichen Zweirad-Fachhandel bezuschusst. „So kommt die Förderung auch noch dem Handel vor Ort zu Gute und nicht irgendwelchen Online-Anbietern. 30% der Rechnungssumme bis zu einer Gesamthöhe von 1.000 Euro soll die Stadt dabei bei E-Lastenrädern übernehmen. Normale Lastenräder sollen mit maximal 500 Euro und Lastenanhänger bis zu einem Betrag von 100 Euro gefördert werden.

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